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Oft sehn wir abends einen Kranken
Gewaltig Medizinen tanken,
Zu hindern, daß er schlaflos liege;
Auch, daß er keine Schmerzen kriege
Und, bis zum Morgen wohl verdaue:
Man sieht, an alles denkt der Schlaue.
Kneipp hat das Ganze in der Nuß -
Schaut her: Er machts mit einem Guß!
Die schärfern Güsse wie die mildern
Kann man hier gar nicht alle schildern.
Der Reiz muß erstens langsam schleichen
Und, zweitens, um so länger reichen.
Der Knieguß ist der Freund der Füße:
Er sagt dem Herzen schöne Grüße
Und bittet es, daran zu denken,
Auch in die Beine Blut zu lenken.
Vertreiben das Gekränkel muß
Ein wohlgezielter Schenkelguß
Einschließlich der besondern Finten,
Wie etwa Schenkelguß von hinten.
Die Eingeweide munter muß
Uns machen wohl der Unterguß.
Sehr gut wirkt auch der Oberguß.
Der knieblitz ist ein grober Gruß.
Besonders uns beglücken muß
Der kraftgeladne Rückenguß.
Doch nie zu schroff sein soll der Guß:
Denn wird der Vollguß Vollgenuß!