Familienarchiv der Namensträger
Kneib,Kneip,Kneipp,Keneipp,Knep,Knipe,Kanipe,Canipe

Zurück Neues Politiker Geschriebenes ... Der Komponist Der Kunstmaler Heilen mit Wasser ... Genealogie Jesus Wappen, Hausmarken knife?  Kneip! In aller Welt
Genealogie Die Luxemburger Die Geistlichen Interessantes Die Detektive Statistisches Die Sportler Ich bin KEIN Berliner Daten, Data, .... Noah,Noe

Die Luxemburger

  Die Luxemburger


Strich

Robert Grün, Luxembourg

Ursprung


Erste Spuren der Familie Kneip begegnen wir in Kautenbach bereits während der ersten spanischen Herrschaft (1555-1684), dies zur Zeit Peter von Mansfelds, dem damaligen spanischen Gouverneurs in Luxemburg und dem in der Gegend von Kautenbach territorial zuständigen Johann IV von Wiltz (1557-1607).Von diesem um 1560 geborenen Johann KneipGES der vom Wiltzer Grafen im Jahre 1609 die Mühle für 7 Jahre gepachtet hatte, stammte die Anna Maria Kneip ab. Um das Jahr 1619 kommt dieselbe Mühle für weitere 9 Jahre durch Kleisges Kneip an die Familie Kneip. Eine Erwähnung der Familie Kneip ist auch im Feuerstättenverzeichniss von 1604 zu finden. Laut diesem gehörte KneipPER Johann zur Herrschaft Wiltz. Neben einem Fastnachtshuhn taucht auch die Bezeichnung Rauchhuhn auf, das heißt, jedes Haus das eine Feuerstelle besaß wo Rauch aufstieg, mußte ein Huhn an seinen Herrn in Wiltz abliefern. Es kann sein, daß die ungünstigen Umstände es waren, welche die Familie Kneip zwangen die Mühle aufzugeben, jedenfalls waren nach dem Feuerstättenvezeichniss von 1624 die Einwohner Kautenbachs alle verschuldet und somit brachten sie den Mühlenbesitzer Kneip kein gesichertes Einkommen mehr. Fest steht, daß die Familie Kneip die Mühle im Jahre 1628 aufgab, um nun in den Bauernstand zu treten. Auch der Theis KneipGES war wohl Ackersmann in Kautenbach, hatte es aber schon zu bescheidenem Wohlstand gebracht.
Dieser Wohlstand oder Aufstieg der Familie hielt auch während des 30 jährigen Krieges an und so konnte Nikolaus Kneip im Jahre 1674 sogar Geld verleihen. Dies geschah 21.September 16745, wo er Johann Stecker aus Enscheringen 24 Reichstaler lieh, als Pfand wurde ihm dessen Rindvieh versetzt und zwar drei Kühe, eine Kälbin sowie ein Ochsenrind. Am 6.April des Jahres 1677 finden wir eine ähnliche Geldverleihung, hier bekommt Nikolaus Kneip vom Masselter Wilhelm dem Jüngeren,alias Kromess Wilhelm, sowie von dessen Schwiegervater , als Pfand die Peterwiese "bey den neckst burgen"gelegen, dies für eine Schuldverschreibung über 9 Reichstaler. Die Familie Kneip sollte solange den Nutzen der Wiese haben, bis er oder seine Erben das Geld zurück gezahlt hätten.

Als äusseres Zeichen dieser sozialen Stellung ist wohl der Taufakt des Claudius Franciscus Kneip, Sohn von Nikolaus Kneip, im Jahr 1693 zu werten, wo Franciscus De Humain, Herr auf der Schüttburg als Pate am 30.August 1683 anwesend war.

Vier Jahre später stiftet Nikolaus Kneip eine wöchentliche Messe in der Kapelle zu Kautenbach,”benentlich Berentz Capel”. Aus dieser Urkunde geht hervor, dass die Siedler von Kautenbach einen “Geteilerbusch im obrigsten Eck und Geteilerland auf Weinertsberg” besassen. Beides war gemeinschaftlicher Besitz. Neu Zuziehende waren damals nicht gern gesehen und wurden des öfteren auch nicht angenommen, da ja dann der Anteil der anderen Bewohner des Ortes am Gemeinbesitz geschmälert wurde. Alle Ländereien waren genau eingeteilt, so daß es auch für Hinzukömmlinge keine Lebensmöglichkeiten gab, höchstens als Tagelöhner soweit welche überhaupt gebraucht wurden. Jedenfalls ist der Stiftungsakt von der Messe in Kautenbach vom Jahr 1697 für die Genealogie der Familie Kneip von größter Bedeutung, geht aus ihr doch die Ausbreitung der Familie Kneip hervor.

So wohnte Nikolaus Kneip im Elternhaus zu Kautenbach, Mathias Kneip heiratete ins Holpershaus in Enscheringen, Andreas Kneip, Sohn von Nikolaus und Susanna Kneip, war der Stifter der Kneip Linie in Bissen. Hier hatte er vor 1692 ins Goederthaus eingeheiratet. Catharina Kneip wohnte in Hoscheid, Johann Kneip im Goebelshause zu Schlindermanderscheid und Elisabeth Kneip heiratete nach Bockholtz ins Krackelshaus ein.


Seelsorger und Ordensleute aus der Familie Kneip.

Die Familie Kneip stellte mehrere Seelsorger und Ordensschwestern. So auch die Kautenbacher Linie mit Andreas Kneip, der Pfarrer von Ettelbrück war und auf den auf den wir noch später eingehen, dann Etienne (Stephan) Kneip, welcher am 11 Januar im Jahre 1741 den Weihtitel erhielt. Es handelt sich hier um den am 26.Februar 1718 geborenen Johann Stephan Kneip, der am 11.November 1741 bei einer Urkunde vom Notar J.G. Bernard aus Wiltz als "Theologus" erwähnt wird. Die Eheleute Johann Nikolaus Kneip vermachten am 2.März 1759 ihrem Neffen Nicolas Blom, geistlicher Aspirant, Güter auf dem Bann Kautenbach, mit jährlichem Ertrag von 53 Gulden, damit er studieren und leben konnte. Unter anderem im Ohrenpesch (Moorenpesch?).

Am 20.März 1766 wird der Weihtitel für Franz Kneip aus Kautenbach ausgestellt, zuerst war er Kaplan in Brachtenbach, wo er am 10.Juli 1771 als Zeuge bei der Einsetzung von Sebastian Zeymen als"administrator u. derervitor" der Pfarrei Brachtenbach erwähnt wird. In den Jahren 1775-1779 ist er Kaplan von Nocher. Auch am 9.Oktober 1777 finden wir ihn als Kaplan von Nocher und zwar als Zeuge bei einer Stiftung durch Clemens Asselborn, Priester in Köln. Durch diese Stiftung von 319 Thaler sollte in der Kirche von Bourscheid am Donnerstag eine Frühmesse gehalten werde mit sakramentalem Segen vor und nach der Messe. Dies sollte ratifiziert werden durch Johann Baptist Kneip, Pfarrer in Bourscheid und Franz Kneip, Kaplan in Nocher. Dies war er auch noch am 18.Februar 1779 wo er als Kaplan von Nocher erwähnt wird beim Testament von Anton Krantz aus Allerborn, geistlicher Schulmeister in Dahl. Als Kaplan und Frühmesser finden wir ihn dann später in Sassel. So am 6.Juni 1789 bei einer Erklärung der Dorfbewohner von Asselborn, Biwisch, Sassel, Boxhorn, Rümelingen, Stockheim und Eselborn, Herrn Leonardy aus Thommen bisher von Pfarrer Klein als "Pfarrverwalter" eingesetzt, nun aber zum Pfarrer ihrer Pfarrei zu erklären.

Im Jahre 1807 wird Kautenbach eine selbständige Pfarrei, Kirchenrat unter anderem waren: Kneip Jean, dit Schmitz, Landwirt zu Kautenbach, sowie Corneil Kneip, ebenfalls Landwirt in Kautenbach. Beide sprachen 2 Sprachen, für die damaligen Verhältnisse nicht unbedeutend. Die neuen Pfarrregister beginnen mit dem 7.November 1811. Als Mitglieder finden wir 1811 Kneip Corneille und Schmit Grégoire, dann 1810 Johann Kneip und Graff Andreas. Des weiteren zeichnete sich die Familie Kneip durch milde Stiftungen aus. In seinem Testament vom 2.März 1857 vermacht J.P. Kneip der Kirche 300 Fr. für Seelenämter und der Sektion 300 Fr. zur Erbauung eines Schulhauses. Die Kirchenfabrik, die bis jetzt die Stiftung Kneip für notdürftige Schulkinder, in Höhe von 300 Fr. verwaltet hatte, übertrug 1885 diese Stiftung an die Gemeindekasse.

Auch im 18.Jahrhundert hält der Aufstieg der Familie an, wie dies zahlreiche kirchliche Ämter bezeugen.
Als durch die französische Revolution die Gemeinden geschaffen wurden, bekleideten die Kneip ab dieser Zeit auch öffentliche Gemeindeämter, wie den Bürgermeister- oder Schöffenposten in den verschiedensten Gemeinden, so in Alscheid, Hosingen usw…

In der Pfarrei Consthum u. Kautenbach geborene Priester aus der Familie Kneip waren:
Kneip Etienne tit.1741
Blom Nic. tit.1759
Kneip Franz tit.1766

Kneip Mathias tit.1818
Kneip J.Jos tit.1935 (+ 1970)


Pfarrer Johann Baptist Kneip
Er stammt von der Kneip Linie aus Schlindermanderscheid und zwar aus dem “Goebelshaus”. Er war Pfarrer in Bourscheid von 1768 bis 1798, also dreißig Jahre lang. Bevor er in dieser Pfarrei Pfarrer wurde, war er Kaplan in seinem Heimatort. Während seiner Zeit als Kaplan von Schlindermanderscheid, wurde er am 16.Februar 1756 von J.H. Bausbach, Apotheker und "Chirurgus" in Vianden, aufgefordert zur Zahlung von ihm auf der Straße gelieferten Medikamente für den vor 8 Tagen verstorbenen Herrn Foffiaux, Frühmesser in "Hoscheid auff der strass". Sein Weihtitel wurde ihm am 27.September 1745 ausgestellt. Seine Einsetzung als Pfarrer von Bourscheid erhielt er am 6.Juli 1768 . Für einige Zeit hat er auch die Pfarrei Consthum verwaltet, wo er sogar am 7.November 1751 als Taufpate eingetragen ist. Durch die französische Revolution wurde Pfarrer Kneip gezwungen die Kirchenbücher an die Gemeinde abzuliefern. Pfarrer KneipS größtes Verhängnis war, daß seine Amtszeit in die Revolutionsjahre fiel. Als 70 jähriger fand er sich nicht mehr mit den Wirren der Zeit zurecht, er wollte für sich und seine Pfarrei den Frieden und die Eintracht. Er leistete schließlich den Eid auf die Republik und hoffte dadurch seine geliebte Kirche und deren vielen Pfarrgüter zu retten. Aber das Gegenteil trat ein, die Güter wurden in Luxemburg öffentlich versteigert und der Pfarrer selbst all seiner Standes- und Lebensmittel beraubt. Sogar seine Pfarrleute verziehen ihm den geleisteten Eid nicht und drehten ihm den Rücken, was er nicht verdiente, wie später bewiesen wurde. Ja die Pfarrei spaltete sich in zwei Lager, sie hatte vergessen, daß er volle 30 Jahre ihre Freude, aber auch ihr Leid geteilt hatte und blieben sogar seiner Messe fern. Letzteres brach dem alten Mann das Herz und am Pfingstfest des Jahre 1798. Er erlebte den Klöppelkrieg nicht mehr. In tiefster Verlassenheit und größter Armut wurde er beigesetzt. Keiner gedachte seiner Seele. Das Inventar seines Nachlasses wird am 16.Juni 1798 erstellt. Erst 10 Jahre später, am 31.Mai, wurde ihm von seiner Nichte Eva Susanne Kneip beim nachfolgenden Pfarrer ein Jahrgedächtnis.


Pfarrer Andreas Kneip stammte aus Kautenbach und war von 1725-1732 Pfarrer in Ettelbrück. Er starb dort am 23.Februar 1732.
Als Sohn einer christlichen Familie waren seine Eltern die Kautenbacher Nikolaus Kneip und Johanna Kneip. Da sein Name Andreas war, er aber bei der Messestiftung in Kautenbach nicht erwähnt wurde, müßte er der am 21.Februar 1687 als Sohn des in der Stiftung erwähnten Nikolaus Kneip und dessen Ehefrau Johanna sein, da ja der in der Stiftung erwähnte Andreas Kneip ins GOEDERTHAUS von Bissen einheiratete und von einem weiteren Andreas nicht die Rede ging.
Seinen Weihtitel erhielt er am 27.April 1725 auf die Pfarrei Ettelbrück ausgestellt. Es gab jedoch Unstimmigkeiten mit der Installierung als Pfarrer in Ettelbrück zwischen den Obrigkeiten. Als Pfarrer Johannes KANNART im April 1725 verstarb, wetteiferten das Trierer Domkapitel und der Abt von Echternach um die Neubesetzung des Amtes als Pfarrer von Ettelbrück, da stets die Ausübung des Präsentationsrechtes hier in Ettelbrück umstritten war Domdechant Karl Gaspar Friederich Emmerich, Freiherr von QUADT, Herr in Buschfeld hatte am 24.April 1725 Paul Schreyer aus Hosingen und zur Zeit Pfarrer in Hamm als Pfarrer von Ettelbrück ernannt. Und liess ihn am 25.April 1725 durch den Archidiakon von St.Agathes in Longuyon, also von Karl Gaspard Wilhelm, Freiherr von Gymnich, investieren. Der in Echternach geborene Abt Mathias Hartz, Abt der Abtei von Echternach präsentierte am 25.April dagegen den aus Kautenbach stammenden Andreas Kneip als Pfarrer von Ettelbrück und liess ihn von demselben Archidiakon am 26.April investierten. Daraufhin erhielten beide ihr Plazet am 27.April 1725 in Luxemburg. Paul Schreyer installierte sich am 28.April bereits in Ettelbrück, doch legte noch vor Beendung der Zeremonien der Abt von Echternach Proptest ein Andreas Kneip wurde am 30.April 1725 installiert und beklagte sich am 5.Mai 1725 vor dem Provinzialrat in Luxemburg. Durch seine Beziehungen gelang es dem Domdechanten in Rom eine päpstliche Bulle zu erwirken. Diese setzte dann Paul Schreyer in den ganzen Besitz der Pfarrei Ettelbrück und gab darin den Befehl den mit Unrecht zu dieser Würde gelangte aus der Pfarrei auszuweisen. Auf dieses Recht berief sich Papst Benedikt XIII in dieser Bulle durch einen Vertrag des Papstes Nikolaus V mit der Deutschen Nation, der ihm das Ernennungsrecht für die päpstlichen Monate zugestand. Er nahm dieses Recht aber auch dadurch, weil die Pfarrei ein Jahr lang wenigstens unbesetzt bleiben müsse, da der Patronatsstreit zwischen dem Domkapitel und dem Abt von Echternach noch immer nicht bis zum Ende ausgefochten sei. Der Domdechant forderte deshalb den Pfarrer zu Grevenmacher und Dechant des Kapitels Remich, Mathias Erasmi auf, den Paul Schreyer doch in sein neues Amt einzusetzen und durch die kirchliche Zensur allen Widerstand dagegen zu brechen. Trotz diesem Aufwand wurde Paul Schreyer in Ettelbrück abgewiesen. Der Provinzialrat von Luxemburg dekredierte am 1.August 1725, daß eben Andreas Kneip bis zum Ende des Prozesses in Ettelbrück als Pfarrer verbleiben dürfe. Der Abt von Echternach schrieb nach Rom, das Domkapitel nach Mecheln. Trotzdem setzte der Papst nun Andreas Kneip als Pfarrer von Ettelbrück ein, dies trotz Berufung dagegen aus Mecheln beim Papst in Rom. Es scheint aber nie zu einer endgültigen Regelung gekommen zu sein, fest steht jedenfalls, daß das Trierer Domkapitel nie mehr den Abt von Echternach in seinem Recht zur Ernennung eines Pfarrers von Ettelbrück störte .
Am darauffolgenden Todestag von Andreas Kneip, bat die Pfarrei Ettelbrück in Trier ihren bereits seit sechs Jahren in Ettelbrück amtierenden Kaplan Nikolaus Kneip aus Bissen bis zu St. Johannistag zu ernennen. Aber der Abt von Echternach hatte ihn bereits am 27.Februar 1732 präsentiert. Die Investierung erhielt er am 22.April durch den Kurialrichter des Archidiakons von Longuyon, Ch.-G., Baron von Gymnich und das Luxemburger Plazet für die Pfarrkirche in Ettelbrück am 24.April 1732. Das Pfarrhaus wurde dem neuen Pfarrer Nikolaus Kneip am 11.Mai 1732 übergeben. Nikolaus Kneip war von 1732-1768, also 36 Jahre lang Pfarrer in Ettelbrück. Er hatte den Weihtitel am 3.Januar 1722 und die Priesterweihe am 4.April desselben Jahres in Trier empfangen. Man bezeichnet ihn immer wieder als Neffe des verstorbenen Pfarrers Andreas Kneip, also seinem Vorgänger in Ettebrück. Sein Vater Andreas Kneip hatte 1692 in GOEDERTS von Bissen eingeheiratet, wo er zeitlebens Meier des Pettinger Grafen Karl-Borromäus de la Pérousse war und das Amt als Schöffe des Hochgerichts bekleidete.

Diese Familie Kneip aus Bissen zog vier priesterliche Söhne groß. Der Ehe Andreas Kneip mit Katharina GOEDERT wurden in der Zeit von 1693-1718 in Bissen 7 Töchter und 7 Knaben geschenkt, darunter :
Kneip Nikolaus, Pfarrer in Ettelbrück (vorher dort bereits als Kaplan).
Kneip Andreas, Pfarrer in Betzdorf von 1758-1786.
Kneip Johann Nikolaus und Kneip Karl, nacheinander Pfarrer in ihrem Heimatdorf Bissen.
Eine Schwester der vier Pfarrer Kneip war die am 20.Februar 1707 geborene Maria Josepha. Sie hatte Peter DOMINCI, Schöffe des Hochgerichtes in Wiltz, wo er auch den Beruf als Händler ausübte, laut Heiratsvertrag vom 5.Mai 1735 in Wiltz geheiratet.
Pfarrer Kneip Nikolaus
Bevor er Pfarrer in Ettelbrück wurde, versorgte er die Pfarrkinder hier bereits als Kaplan.
Er wurde am 22.September 1697 als drittes von vierzehn Kindern und als ältester Sohn der Eheleute Andreas Kneip und der Katharina Goedert geboren. Von 1732-1768 war er Pfarrer in Ettelbrück. Als Nikolaus vom Kaplan zum Pfarrer von Ettelbrück aufgestiegen war, nahm er seine beiden Brüder Andreas (*1704) und auch Karl (*1715) als Hauskapläne zu sich nach Ettelbrück.
Am 30.September 1729 hatte er seinen Weihtitel für das "primissariat d'Ettelbrück" erhalten. Die Pfarrei Ettelbrück bittet am 8.März 1732 Trier, deren am 23.Februar verstorbenen Pfarrer Andreas Kneip, durch den seit 6 Jahren in ihrer Pfarrei wirkenden Kaplan Nikolaus Kneip zu ersetzen. Am 10.Mai 1734 klagt Pfarrer Kneip aus Ettelbrück, vormaliger Frühmesser daselbst, der als solcher von Trier beauftragt war, auf die Renten dieses Benefiziums Obacht zu haben. Er klagt, der Kollator desselben, Johann Horman, habe im Jahr 1732 Kapitalien an Zahlungsunfähige aus Schieren ausgeliehen. Ein weiteres Mal beklagt er sich am 7.März 1737 . Er unterstellt den Pfarrleuten durch Nichterscheinen in der Gemeindeversammlung letztere Beschlußunfähig zu machen, wodurch der Bau der Pfarrschule für Ettelbrück stets hintertrieben würde. Der Rat in Luxemburg solle einen Tag anordnen, an dem alle Pfarrleute aus allen Dörfern unter Strafe von 6 Groschen pro Person zu erscheinen hätten. Als Zeuge gegenwärtig ist Nikolaus Kneip dann am 5.September 1740 als die kinderlosen Eheleute Scholtes-Geib von Niederwarken, eine wöchentlich am Donnerstag zu haltende Messe in Ettelbrück mit Ausstellung und Austeilung von sakramentalischem Segen vor und nach derselben. Am 21.Oktober 1752 erklärt sich das Dorf Welscheid bereit den Kartoffelzehnten an Pfarrer Kneip und den Abt von Echternach zu entrichten, dies jedoch nur, wenn es die anderen Dörfer der Pfarrei ein Gleiches tun. Am 29.Oktober 1767 gehen Ober und Niederschieren gegen Pfarrer Kneip vor und wollen dass wieder ein Gottesdienst an Sonn und Feiertagen, wie seit alters her in ihrer Kapelle gehalten würde, der nun seit 9 Jahren unterlassen wurde. ( Seit 1712 und dann 1738 bestätigt , war diese Messe vom Visitator vorgeschrieben. ) Auf ihn folgte Til Molitor am 19.Februar 1772.


Pfarrer Andreas Kneip
Seine Eltern waren Andreas Kneip und Katharina GOEDERT von Bissen, wo er am 16.März 1704 geboren wurde.
Andreas Kneip hatte am 28.Juni 1729 in Trier die Tonsur erhalten und am 21.März 1733 die Priesterweihe empfangen. Im Jahre 1735 finden wir Andreas Kneip als Frühmesser und mit einigen kurzen Unterbrechungen von 1739-1756 als Kaplan in Ettelbrück. Dann 1758 wurde er durch Philipp Conrad von Breiderbach, Herr zu Birtringen auf die Pfarrei in Betzdorf präsentiert, wo er dann von 1758-1786 als Pfarrer wirkte und dort am 23.Februar 1786 verstarb.


Pfarrer Kneip Johann Nikolaus
Seine Eltern waren Andreas Kneip und Katharina Goedert von Bissen, wo er am 20.Februar 1709 geboren wurde.
Die Ortschaften Berg, Colmar und Welsdorf stellen mit Einwilligung des Pfarrers Conrad Boltz aus Bissen, Johann Nikolaus Kneip aus Bissen einen Weihtitel auf die Frühmesse aus und ebenfalls wurde er dann dort als Schulmeister eingestellt.
Er wurde am 22.September 1736 in Trier zum Priester geweiht. Als Küster und Frühmesser in Medernach finden wir ihn am 4.Juni 1737. Vom Grafen Karl Felix de Pérousse, Herr von Bissen, Pittingen und Simmern, wurde Johann Nikolaus Kneip zum Pfarrer in Bissen präsentiert, wo er dann auch am 30.Januar 1761 das Plazet Die Dörfer Colmar und Berg beklagen sich dann am 23.März 1763 über den Pfarrer von Bissen, denn sie hätten bisher jeden Sonntag und Feiertag eine Heilige Messe durch ihn erhalten, nun aber hätte er sie am Ostertage 1762 zur Spendung der Kommunion nach Bissen bestellt. Als Zeuge finden wir Pfarrer Johann Nikolaus Kneip aus Bissen dann am 15.Mai 1766 bei der Einsetzung des in Buschdorf geborenen Johann Sinnes als Frühmesser der Kapelle St.Valentini zu Böwingen, Pfarrei Heilberg. Am 22.Oktober 1771 beklagt sich J.N. Kneip, Pfarrer von Bissen, als Erbe des verstorbenen Pfarrer Kneip von Ettelbrück, daß dessen am 21.Oktober verstorbenen Nachfolger, J.Weidenbach, die Möbel seines Vorgängers noch nicht bezahlt hätte. Es ist der 5.März 1775 , als Pfarrer Nikolaus Kneip von Bissen, daselbst ein Donnerstaghochamt mit Benediktion vor und nach der Messe stiftet.Obendrein schenkt er noch der Kirche 2 Kaseln und einen silbernen Kelch mit der Inschrift "1769 Anna Maria Kneip".Sein Testament verfaßt Pfarrer Johann Nikolaus Kneip am 27.Februar 1779 . Darin erwähnt er seine beiden Brüder Karl Kneip, Kaplan in Dellen, Andreas Kneip Pfarrer in Betzdorf, sowie seines kleinen Neffen Anton Gengler, Kaplan in Everlingen. Laut Testament sollten jedem Armen der ganzen Pfarrei 2 Sester Korn verabreicht werden.

Pfarrer Karl Kneip
Seine Eltern waren Andreas Kneip und Catharina Goedert von Bissen, wo er am 31.März 1715 das Licht der Welt erblickte. Getauft wurde er unter dem Namen "Carolus Bernardus" . Sein Pate war kein geringerer als der edle Baron Karl Bernhard De Molling, vorübergehend in Esch. Karl Kneip war im Jahr 1779 Kaplan in Dellen (dies laut Testament seines Bruders Johann Nikolaus Kneip, also dem späteren Pfarrer von Bissen). Karl Kneip erhielt seinen Weihtitel am 4.April 1744 auf Schieren ausgestellt. Dies ist auch im Ettelbrücker Gerichtsbuch vermerkt. In Trier wurde er am 17.September zum Priester geweiht. Wir finden Kaplan Karl Kneip mehrmals als Zeuge erwähnt, so am 4.Juni 1768 bei der Einsetzung von Till Molitor, bisher Pfarrer von Eppeldorf, in die Pfarrei Ettelbrück. Dann einigt sich Pfarrer Molitor von Ettelbrück am 30.Juni 1772 zwecks Niederlegung des die Einkünfte der Pfarrei seit 1768 betreffenden reassumierten Prozesses mit Mathias, dem Bruder und Erben des verstorbenen Pfarrers Weidenbach. Pfarrer Molitor sollte nun 315 Reichstaler an den Erben zahlen und den früheren Verwalter der Pfarrei, Karl Kneip entschädigen, während Mathias die Entschädigung des Kaplans Bernard Thielle übernehmen sollte, der vom Oktober 1771 bis St. Johann 1772 Verwalter war... Wir finden ihn dann bis etwa 1770 als Hauskaplan in Ettelbrück erwähnt. Er wurde dann Kaplan in Dellen und auch Küster in Buschrodt, die Gemeinschaft von dort verklagte er dann am 9.November 1779 wegen seinem wohl nicht bezahlten Küsterlohnes. Als sein Bruder Johann Nikolaus Kneip, von 1761-1779 Pfarrer in Bissen, verstarb, war er dort Verwalter ("deservitor") der Pfarrei Bissen in den Jahren 1779-1780. Später dann Pfarrer in seinem Heimatdorfe Bissen, wo er im März 1783 starb.


Pfarrer Johann Nikolaus Kneip
Seinen Weihtitel erhielt er am 3.Januar 1722.
Seinen Weihtitel für die Pfarrei Flaxweiler erhielt er am 26.April 1738. Er war der Nachfolger des verstorbenen Pfarrers Nikolaus Thommes. Mehrmals ging es in den Jahren 1741, so am 10.Januar 1741 und am 7.Juli um Streitigkeiten zwischen ihm und dem Abt von Echternach wegen der "dîmes novales". Dem Pfarrer wurde sein ausgeübtes Recht bestätigt. Dann muss er am 25.Februar 1749 , sowie am 26.Januar 1751 sich gegen die Bewohner von Mensdorf wehren, die ihn in seinem Recht behindern, sein benötigtes Brennholz "im busch genant Wurtenberg" zu nehmen. Hierzu tritt dann am 8.Juli 1751 Karl Gringoire, Kordenhauer und Kohlenbrenner als Zeuge auf. Er stellt klar, dass er bereits für 4 sich folgende Pfarrer von Flaxweiler unf zwar, Peter Weiler, Paul Weiler, Nikolaus Thommes und nun noch vor zweieinhalb Jahren für Pfarrer Johann Kneip, ungehindert Brennholz auf dem Wirtenberg geschlagen hätte. Am 3.August 1756 ernennt das Dorf Mensdorf Vertreter, welche den Prozess betreffend das auf dem Wirdenberg zu beziehende Brennholz des Pfarreres Kneip, Flaxweiler, durch Kompromiss beenden sollen. Es ist der 10.Juni 1752 wo M.Becker aus Wormeldingen gegen den Pfarrer vorgeht. Er gibt an, seit der Abmachung vom 15.Juli 1738 auf Lebenszeit seinen Wein gegen des letzteren Getreide auszutauschen. Pfarrer Betz aus Nommern, der am 22.Juli 1748 die Verpflichtung von Pfarrer Kneip übernommen hatte, liefere seit 1751 die vertragliche Frucht nicht mehr.
Pfarrer Johann Nikolaus Kneip war der 17te Flaxweiler Seelsorger und unter ihm wurde im Jahre 1739 die dortige Pfarrkirche erbaut. Im Sterberegister der Pfarrei Flaxweiler steht vermerkt dass Pfarrer "Joannes baptista Kneip pastor in flaxweiler " am 10.November 1758 gestorben sei.

Pfarrer Peter Kneip von Hellingen entstammt der Hosinger Kneip Linie. Seine Eltern waren Kneip Johann und Anna Margaretha Peters. Er starb am 7.September 1870, 63 jährig in Hellingen, wo noch heute sein Grab steht.
Zuerst war er vom 1.Januar 1843 bis zum 1.Januar 1845 Ortspfarrer in Munshausen, dann war er in der Periode vom 31.März 1845 bis zum 22.August 1847 Professor im Seminar bevor er dann Pfarrer in Hellingen wurde und zwar vom 22.August 1847 bis zum 7.September 1870. Nebenamtlich war er noch geistlicher Schulinspektor für den Kanton Grevenmacher von 1848-1850 und für den Kanton Remich von 1850-1853.

ORDENSLEUTE aus der Familie Kneip
Wir sollten aber auch den in den USA als Ordenspriester des Dominikanerordens wirkende Kneip Dominique nicht vergessen. Er erblickte am 23.September 1894 als Sohn der Ehe- und Ackersleute Kneip Nikolaus und dessen Gemahlin Katharina Hausemer. das Licht der Welt in Wahl. Diese Kneip Linie in Wahl stammte von der Winseler Linie ab, deren Ursprung in Kautenbach war.
Seine Studien und seine Priesterweihe machte er in Luxemburg. Dann war er Kaplan in Huldingen und Pfarrer in Marnach. Die Baltimorer Volkszeitung schrieb über ihn, dass er in Luxemburg von den Machenschaften der Freimaurer angeekelt war und dadurch versuchte auszuwandern. Zwei seiner Schwestern waren Dominikanerinen bei seinem Tode in Paterson N.J. und kamen mit ihren beiden Basen Lena und Margaretha Plier aus Saeul ins Noviziat der Dominikanerinen in Brooklyn.
Im Jahre 1874 trat er aus der Diözese Luxemburg aus, um in England in den Dominikanerorden einzutreten. Dieser Plan scheiterte ebenso, wie sein von ihm unternommener Versuch, mit dem Erzbischof von Trinidad in die Missionen zu ziehen. So fasste er dann den Entschluss in die Missionen von Nordamerika zu gehen. Dort trat er in Santa Rosa, Washington Co.KY, Diözese Louisville, ein und wollte dort mit einem anderen luxemburger Priester dort eine deutsche Dominikaner-Provinz in den USA ins Leben rufen. Er sollte aber kurz nach seinem Profeß am 4.Oktober 1878 in Shelbyville KY, sein Leben in die Hände seines himmlischen Vaters legen.
Die Familie Kneip stellte aber auch ausser den beiden Dominikanerinen in den USA aber noch weitere Ordensschwestern, so die Gösdorfer Linie Kneip gleich zwei Schwestern, die in den Orden der Franziskanerinen eintraten. Es waren:

Kneip Anna, geboren in Goesdorf am 1.November 1867. Sie trat am 15.Januar 1890 ins Kloster ein und legte dort am 16.August 1891 die Profeß ab. Sie wirkte dann als Schwester Pulcheria für kurze Zeit in den verschiedensten Häuser der Kongregation, bis sie dann im Jahre 1912 nach Baelen in Belgien ging. Hier wirkte sie bis zu ihrem Tode am 13.Juli 1956. Sie feierte am 15.Oktober 1942 ihr goldenes und im November 1951 ihr diamantenes Profeßjubiläum .

Kneip Anna-Maria, als leibliche jüngere Schwester der vorher Erwähnten, war sie am 26.April 1872 in Goesdorf geboren. Nach dem Eintritt ins Kloster der Franziskanerinen am 1.Oktober 1894, legte sie am 6.August 1896 die zeitliche Profeß ab. Sie widmete sich dann als Schwester Mathia in den Jahren 1896 bis 1947 der Betreuung der gefangenen Frauen im Gefängnis von Stadtgrund. Sie feierte ebenfalls ihr goldenes Profeßjubiläum und diese Feier fand am 8.September 1946 statt. Anna Maria Kneip, also Schwester Mathia starb am 16.März 1948 in Luxemburg .
Die vier Pfarrer Kneip aus Bissen hatten noch einen Bruder mit Namen Franz Kneip. Er hatte Margarete Felten am 3.November 1744 geheiratet . Deren Vater war der Notar und Gerichtsschöffe Paul Felten, ihre Mutter Marie Katharina Van der Noot. Die Familie Van der Noot ist seit dem Jahre 1339 in Brabant erwähnt. Dieser Ehe des Franz Kneip mit Margarete Felten entsprossen 9 Kinder, darunter auch die beiden in Bissen geborenen und zu Rüstroff als Franziskanerinen eingetretenen Geschwister Kneip. Es waren dies, Kneip Anna Margarete, geboren am 4.August 1755 und die am 28.Mai 1750 geborene Kneip Elisabeth .



Die Familie Kneip in Munshausen .

Geht man dem Ursprung der Familie Kneip in Munshausen nach, treffen sich hier zwei Linien. Die zuerst in Munshausen ansässige Kneip Linie stammt aus Merkholtz, die zweite aus Kautenbach.

Der Begründer der Linie Kneip in Munshausen war Johann Kneip. Er stammte von der Merkholtzer Kneip Linie ab. Er verstarb am " 15 vendemaire an 12 der französischen Revolution" (8.10.1803) im Alter von 74 Jahren. Am 13.Juli 1763 hatte er in der Kirche von Munshausen die Witwe Maria BOCKHOLTZ aus Munshausen geheiratet. Die frisch Vermählten wohnten nun zeitlebens als Ackersleute in diesem Ort. Entweder seine Gemahlin hieß Marie , wurde aber Margarete genannt und stammte aus Bockholtz, oder ihr verstorbener Ehegatte hieß Bockholtz. Auf jeden Fall ist ein Johann Kneip in Munshausen mehrmals erwähnt, aber hier hatte seine Gemahlin den Familiennamen “Henckels” und den Vornamen Margarete.
Dieser ehelichen Verbindung entsprossen mehrere Kinder. Als erstes Kind erblickte 1765 Kneip Franz im Hause “Schmitz” in Munshausen das Licht der Welt. Seine Mutter hieß bei der Taufe “Margarete Henckels”. Pate war Franz Kneip aus Merkholtz und Patin Elisabeth Henckels, genannt Schmitz aus Munshausen. Es scheint wie wenn zur gleichen Zeit zwei verschiedene Mitglieder der Familie Kneip, aber mit demselben Vornamen Johann in Munshausen gelebt und dort verheiratet waren.Dies geht aus den Taufbücher der Pfarrei hervor. Einmal heißt es im Jahre 1770 geboren in ”Thommes” eheliche Tochter von Johann Kneip und Elisabeth Henckels, Eheleute v. Munshausen, dagegen hieß es aber im Jahr 1767 “Schmitz sive Kneip und Margarete Henckels. Dies berechtigt sogar zur Annahme, daß es drei Johann KneipS in Munshausen gab und zwar:
Im Hause Schmitz wohnte Kneip Johann mit seiner Ehefrau HENCKELS Margaretha, vielleicht identisch mit Maria BOCKHOLTZ oder letztere wurden nur dort getraut und wohnten später nicht mehr in Munshausen. Als dritte dann im Hause “Thommes” dann Johann Kneip mit HENCKELS Elisabeth.
Also drei Versionen in den Taufbücher der Pfarrei Munshausen.
Kneip Johann---00---BOCKHOLTZ
Kneip Johann---00---HENCKELS Margaretha im Haus ”Schmitz”
Kneip Johann---00---HENCKELS Elisabeth im Haus ”Thommes”

Kneip Johann----00---HENCKELS Margarete im Hause “in Schmitz”
Kinder:
* 13.12.1765 Kneip Franz (Franz Kneip v.Merholtz u. Elis.Henckels sive Schmitz v.Munshausen)
* 27.08.1767 Kneip Johann Nikolaus (Joh..Nik.Frahsel aus Helzingen,Els.Henckels v.Munshausen)
* 01.08.1769 Kneip Anna (Callaster Anna v.Clerf u.Martin Drauden v.Munshausen)
* 28.03.1771 Kneip Bernard (Weids Bernard u.Els.Webers beide v.Munshausen)
* 20.10.1772 Kneip Anne Marie ( Ehser Anne Marie v.Hosingen ,Mertens Nic.v.Siebenaller)

Kneip Johann ---00--- Henckels Elisabeth im Hause “in Thommes”
* 24.12.1770 Kneip Johann (Johann Kneip modo Schmitz v.Munshausen, Anne Marie Bockholtz sive
Thommes Munshausen.
*06.03.1775 Kneip Anna Margarete ( Patin Thommes Anna Margarete . Bockholtz v.Munshausen, Pate
Jacobus Jakob v. Lellingen) gestorben am 4.August 1775 im Alter von 5 Monaten.
*16.11.1776 Kneip Johann Peter (Johann Peter Kneip u. Margarete. Bockholtz, beide von Munshausen

Kneip Johann---00--- NEUMAN Katerine
Kneip Andreas 30.01.1767 (Andreas Kneip v. Kautenbach, Anne Marie Neuman (Dienstmagd beim
Herrn Kaplan zu Fischbach)
Die zweite Generation Kneip in Munshausen oder besser gesagt Kneip Franz (geb.1765) hatte Anna Katharina MAYERS geheiratet. Er starb im Alter von 71 Jahren am 10.Juni 1834 und seine Gemahlin Anna Katharina am 3.Februar 1812 in Munshausen.

Kneip Franz (*1765)---oo---MEYER Catherine (2 Generation)
Kind: Kneip Franz (3.Generation)
* 01.04.1805(11 Germinal an 8) zu Munshausen
Im Jahre 1827 wohnte er in Reuler, wo ihm am 11.Februar sein Sohn Franz (4 Generation) geboren wurde von seiner am Tag danach, also am 12.Februar 1827 in Clerf angetrauten Ehefrau Barbara SCHANN. Geboren am 6.Februar 1794 zu Reuler, war sie die Tochter von Johann SCHANN, Ackersman, wohnhaft zu Reuler und der am 22.Dezember 1800 verstorbenen Johanna Beicker oder Bickes. Einer der vier Trauzeugen war Franz Kneip, der Bruder des Bräutigams.

Der am 11.Februar im Jahre 1827 in Reuler geborene Franz Kneip ehelichte am 26.Dezember 1860 in Munshausen Anna Maria Kneip. Sie erblickte das Licht der Welt am 24.Mai 1841 in Kautenbach und war die Tochter von Wilhelm Kneip (*11.08.1813,+ 29.05.1860) von Kautenbach und der Anne Marie Kaysen. Letztere schlossen den Bund fürs Leben am 29.Januar 1834 in Kautenbach. Diese sogenannte zweite Munshausener Kneip-Linie war seit über 300 Jahren in Kautenbach ansässig, wie bereits vorher erwähnt.
Der fruchtbaren Ehe von Kneip Franz und der Anne Marie Kneip wurden in Munshausen 7 Kinder geschenkt. Darunter auch der am 9.Januar 1873 geborene Kneip Mathias, welcher identisch ist mit Mathias Kneip, der nach Amerika auswanderte und dort am 1.Januar 1923 als Matthew Kneip in Remsen USA verstarb. Am 18.August 1903 hatte er Anna Luise Klostermann geheiratet. Dessen Sohn Francis Frank Joseph Kneip war der Vater von Richard Francis Kneip (1933-1987), also keinem geringeren als dem früheren Gouverneur von “South-Dakota” (1970-1978), dann US-Botschafter in Singapore. Er starb am 9.März 1987, begraben wurde er auf dem Sankt Michael Friedhof in Sioux Falls (S.Dakota). Dies sollte der Ansporn oder Anreiz dazu sein, in seiner Heimat Munshausen, auf dem Elternhaus seines Großvaters, dem in der Ferne zu Ehre gekommenen Gouverneur eine Gedenkplatte anbringen zu lassen. Das Dorf Munshausen kann stolz auf seine Söhne sein und die Gemeinde könnte den früheren Gouverneur von S.Dakota sogar zum Ehrenbürger (+) ernennen.

Quellen:
AEL - RP von Munshausen und Pintsch
AEL – EC von Munshausen und Clerf