Gustav Kneip
Stamm-Nummer: 00680 Linie: B22
Gustav Kneip, geboren am 3. April 1905 in Beningen/ Lothringen, absolvierte nach dem Besuch des
Gymnasiums, die Hochschule für Musik in Köln, wo er bei Hermann Unger, Hermann Abendroth, Franz Böltsche
u.a. studierte. 1924 bis 1927 war er Theaterkapellmeister in Bonn und wirkte anschließend bis 1945
zunächst im Westdeutschen Rundfunk Köln (seit 1927 als Tonmeister), später im Reichssender Saarbrücken
(ab 1933 als Referent für Volksmusik). Seit 1952 arbeitete er als freischaffender Komponist vor allem für
Film, Funk und Fernsehen in Hamburg. Er starb am 24. Oktober 1992.
Gustav Kneips Schaffen umfaßt die verschiedenartigsten musikalischen Formen und reicht von dem berühmten
Schwalbenlied (von dem man den Komponisten meistens gar nicht
kennt) bis zur großen Oper. Schon 1934 bekannte sich Kneip mit eigenen Werken zu den Volksinstrumenten.
Auf dem Gebiet des Akkordeonorchesters errang er seinen ersten durchschlagenden Erfolg mit seiner
"Puppenspiel-Suite" 1952, der dann weitere Orchesterwerke (Bretonische Aquarelle, Bilder aus Portugall,
Tänzerische Skizze u.a.) folgten. Auch zu Rudolf Würthners "Gradus ad Parnassum" steuerte Kneip mehrere
Kompositionen bei.
Weitere Werke sind die Oper "Heliodor" (Krefeld 1927), "Des Pudels Kern" (ebd. 1928), Tuba Mirum (1928),
"Bretonische Hochzeit" (Karlsruhe 1941), Schinderhannes (ebd. 1943), die Kinderoper "Christkinds
Erdenreise" (Rundfunk 1929), 4 Kantaten (1930), "Das deutsche Vaterunser" (Oratorium, Köln 1932),
Schauspielmusiken, Streichquartette, Lieder, und der Zyklus "Im bitteren Menschland" (1942).
Dem Archiv hat Kneip am 2. Juni 1991 eine Schallplatte "Das deutsche Vaterunser" übersandt.
Weiterhin hat Kneip mehrere Fach- und Liederbücher herausgegeben.
Dem Archiv liegen vor:
-Robert Schumann - Zur Aktualität romantischer Musik
-dazu Schüler-Materialheft 1 und 2
-Schleswig-Holstein im Volkslied
-Urheber-ABC für Komponisten, ...
-CD: Christkind´s Erdenreise